Müritz - Nationalpark
Der Fischadler (Pandion haliaetus) ist die einzige Art der Familie der Fischadler (Pandionidae). Diese gehört zu den Greifvögeln (Falconiformes). Der Fischadler weicht in manchen Merkmalen von den Habichtartigen ab. In Europa brütet er überwiegend im Norden und Osten des Kontinents, beispielsweise in Brandenburg. Im Jahr 1999 brüteten hier bei zunehmender Tendenz 234 Paare, etwa die Hälfte des mitteleuropäischen Bestands. Zum Überwintern ziehen Fischadler in den Mittelmeerraum und nach Afrika. Der Fischadler lebt bevorzugt an fischreichen Binnengewässern sowie an Seen und Flüssen. Er horstet auf frei stehenden Bäumen, deren Krone es ermöglicht den Horst oben aufzubauen. Aber auch Stromleitungsmasten (20kV bis 220 kV) werden gerne wegen ihrer freien und meist auch die umgebenden Bäume überragenden Bauweise benutzt. Doch sogar an felsigen Meeresküsten ist er anzutreffen. In manchen Gebieten im Osten Nordamerikas oder in Nordostafrika brüten Fischadler sogar in Kolonien auf dem Boden.

Wanderungen 


Der Kranich (Grus grus), auch Grauer Kranich oder Eurasischer Kranich genannt, ist der einzige Vertreter der Familie der Kraniche (Gruidae) in Nord- und Mitteleuropa. Kraniche bewohnen Sumpf- und Moorlandschaften in weiten Teilen des östlichen und nördlichen Europa, aber auch einige Gebiete im Norden Asiens. Sie nehmen das ganze Jahr über sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung auf. Der Bestand hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, so dass die Art zur Zeit nicht gefährdet ist.
Die Schönheit der Kraniche und ihre spektakulären Balztänze haben schon in früher Zeit die Menschen fasziniert. In der griechischen Mythologie war der Kranich Apollon, Demeter und Hermes zugeordnet. Er war ein Symbol der Wachsamkeit und Klugheit und galt als "Vogel des Glücks". In China stand er für ein langes Leben, Weisheit, das Alter sowie die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Auch in Japan ist der Kranich ein Symbol des Glücks und der Langlebigkeit. In der Heraldik ist der Kranich das Symbol der Vorsicht und der schlaflosen Wachsamkeit. In der Dichtung wird der Kranich symbolisch für etwas "Erhabenes" in der Natur verwendet.