Speck und Umgebung, Priesterbäker See (200min. + Verweilzeiten)

Nachdem Sie von Schwarzenhof nach Speck gelaufen sind, oder auf einer der anderen Touren hier angelangt sind, wird Ihnen die Reedgedeckte alte Schmiede auffallen. Hier können Sie eine Erfrischung zu sich nehmen und Informationen zum Nationalpark bekommen.

Wenden Sie sich nun nach rechts Richtung Parkplatz. Sie dann linker Hand die kleine Kirche . Üblicherweise ist dieses Gotteshaus geöffnet, so dass Sie eintreten und sich einen Moment der Ruhe gönnen können. Im Sommer finden hier auch gelegentlich kleine Konzerte statt, deren Erlös dem Erhalt des alten Gemäuers dient. Wenn Sie die Gelegenheit haben, ein solches musikalisches Ereignis zu besuchen, gehen Sie hin. Die Atmosphäre ist einmalig. Im Innenraum des Kirchleins liegen auch Informationen zur Geschichte aus.

Die Kirche verlassend, sehen Sie gegenüber das Jagdschloss mit Park, das ein ostdeutscher Verleger zwischen den beiden großen Kriegen erbauen ließ. Nach 1945 wurde das Anwesen von der sowjetischen Armee übernommen und in ein Offiziersheim umgewandelt. Die Ausstattung wurde so belassen und ist auch heute noch erhalten - leider sehr schlecht. Der Zustand der Gebäude ist nur sehr oberflächlich betrachtet akzeptabel. Wegen endloser Streitigkeiten verzögerten sich Verkauf und Renovierung immer wieder. Heute gehört die Immobilie einer Berliner Investorengruppe. Zum Grundstück gehören ein direkter Zugang zum Specker Hofsee und ausgedehnte Wald und Wiesenflächen. Außerhalb der Einfriedungsmauern finden sich noch zwei (ausgesprochen hässliche) Gebäude sowjetischer Bauart, die als Quartiere der Wachmannschaften dienten.
Gestatten Sie mir an dieser Stelle eine persönliche Bemerkung: Es ist eine Schande, ein solches Areal ungenutzt verkommen zu lassen.

Gehen Sie entlang des Maschendrahtzaunes über die Wiese. Sie kommen an eine Informationswand, die Ihnen den Weg zu einem Steg weist, der Sie durch und über ein Moor zum Priesterbäker See führt. Sie können in einer Beobachtungshütte die Ruhe genießen und dabei den See beobachten.

Wieder am Info-Brett angelangt, gehen Sie schräg nach rechts über die große Wiese (leicht bergauf). Sie sehen dann schon eine große Eiche , unter deren mächtiger Krone sich ein Picknick geradezu anbietet - aber halten Sie gebührenden Abstand, die "Dame" ist schon sehr betagt und die Parkverwaltung sieht es nicht gern, wenn der Wurzel- und Kronenbereich betreten wird. Auch zu touristischen "Hoch-Zeiten" sind Sie hier mit sich und der Natur allein. Herrlich.

Nach soviel Einsamkeit möchten Sie sich vielleicht wieder einmal ins Getümmel stürzen. Begleiten Sie uns einfach auf unserer nächsten Tour.